Seit der Baufeldübergabe in Wolfswinkel im Januar 2025 sind nun 6 von insgesamt 12 historischen Schleusen am Finowkanal in Arbeit. Zeit für ein Update zu den Baufortschritten:
Die Bauarbeiten sind in Ruhlsdorf am weitesten vorrangeschritten. Die Kammerwände Nord wurden bereits ausgeschalt. An den Häuptern sowie der Kammerwand Süd gehen die Schalungs-, Bewehrungs- und Betonarbeiten weiter. Zusätzlich haben die Arbeiten an den Flügelwänden der Schleuseneinfahrt im Unterhaupt begonnen. Die Bodenplatte für das Betriebsgebäude ist ebenfalls fertiggestellt und der Wiederaufbau des historischen Gebäudes beginnt, sobald es die Witterungs- und Platzverhältnisse auf der Baustelle zulassen.

Auch in der Schleuse Leesenbrück wurde die Sohle fertiggestellt. Derzeit erfolgen Schal-, Bewehrungs- und Betonierarbeiten am Unterhaupt und den Kammerwänden. Außerdem werden die Umlaufkanäle am Oberhaupt eingebaut.
In Grafenbrück wurde Ende 2024 die Spundwand zwischen den Baugruben entfernt. Derzeit zeigt sich ein ähnlicher Arbeitsstand wie in Leesenbrück. Die Sohle ist fertiggestellt und die Arbeiten an Häuptern und Kammerwänden schreiten voran.
Da die Schleuse Schöpfurt bereits 2006 instandgesetzt wurde, beschränken sich die Arbeiten hier auf die Automatisierung. Die notwendigen vorbereitenden Erdarbeiten für die Elektrotechnik sind so weit abgeschlossen und die Schächte für die Weiterschleusungsschalter wurden (lärmintensiv) in die Kammerwand geschnitten.
Da beim Rückbau des alten Schleusenbauwerks festgestellt wurde, dass kein Wasser in die Baugrube drückt, konnten und können viele Verfahrensschritte ausgelassen werden. So entfallen Schritte wie der Abbruch unter Wasser, Tauchereinsätze, das Einbringen von Mikropfählen, Unterwasserbetonagen und das Lenzen der Baugrube. Die Baustelle liegt daher nur wenige Wochen hinter den Schleusen Leesenbrück und Grafenbrück.
In Wolfswinkel wird aktuell die Baustellenzufahrt gebaut, bevor das Baufeld eingerichtet werden kann. Die beengten Platzverhältnisse machen die Einrichtung der Baustelle besonders anspruchsvoll und zeitintensiv. Der Einsatz von Großgeräten ist daher erst in einiger Zeit zu erwarten.